Neu: Kinder- und Familienpraxis im Mehrgenerationenhaus Wackersdorf

Neu: Kinder- und Familienpraxis im Mehrgenerationenhaus Wackersdorf

Die medizinische Versorgung in Wackersdorf wird weiter ausgebaut. Die Gemeinschaftspraxis „Wackersdorfer Hausärzte“ (Roi, Diaconu, Zahnweh) wächst: Noch im Herbst dieses Jahres wird das Versorgungsangebot um eine Kinder- und Familienpraxis erweitert. Die notwendige personelle Verstärkung erhalten die Mediziner mit Dr. Peter Krüger. Da die vorhandenen Praxisräume in der Eichenstraße voll ausgelastet sind, werden bis zur Fertigstellung des geplanten Wackersdorfer Ärztehauses zusätzlich Räume im Mehrgenerationenhaus geschaffen.

DAS NEUE ANGEBOT: GANZHEITLICHE MEDIZINISCHE VERSORGUNG

„Wir möchten unsere Patientinnen und Patienten ganzheitlich von der Geburt bis zum Tod begleiten“, beschreibt Allgemeinarzt Stefan Roi von den Wackersdorfer Hausärzten den Ansatz seiner Praxis. Die Einrichtung einer Kinder- und Familienpraxis schaffe eine Art Lückenschluss. Das neue Angebot umfasst die Behandlung konkreter Erkrankungen von Kindern und Babys jeden Alters genauso wie bekannte Kindervorsorgeuntersuchungen, erklärt Stefan Roi: „Aktuell können wir die Vorsorgen ab der U4 anbieten. Wir sind dran, den Umfang bis zur U2 auszuweiten.“ Unterstützung erhält das Team durch Dr. Peter Krüger, der die notwendige Erfahrung und Expertise im Bereich der Kinderheilkunde mitbringt. Der junge Arzt stammt aus Rieden (Landkreis Amberg-Sulzbach) und steht kurz vor Abschluss seiner Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Es laufen derzeit auch Gespräche mit einer Hebamme, die Sprechstunden in der Kinder- und Familienpraxis anbieten könnte.

PRAXIS IN EHEMALIGER HAUSMEISTERWOHNUNG

Bis zur Fertigstellung des Ärztehauses Ende 2022 kann die Kinder- und Familienpraxis einen Abschnitt des Mehrgenerationenhaus beziehen. Die Räumlichkeiten, die sich direkt unter der Bücherei befinden und zu Schulhauszeiten als Hausmeisterwohnung genutzt wurden, wurden zuletzt als Büro- und Lagerräume durch Gemeinde und Vereine genutzt. „Das können wir alles problemlos auslagern“, sagt Bürgermeister Thomas Falter und weiter: „Die Räume wurden schon beim Umbau zum MGH saniert. Wir müssen also nur noch kleine Anpassungen vornehmen.“ Die Kosten der Gemeinde belaufen sich in Summe auf gerade einmal 20.000 Euro. Bei der Anschaffung von Mobiliar und Gerätschaften legen die Mediziner wiederum großen Wert auf Nachhaltigkeit, betont Stefan Roi: „Alles, was wir jetzt anschaffen, werden wir später mit ins neue Ärztehaus umziehen.“

DIE ERFÜLLUNG EINES BÜRGERWUNSCHES: VON DER PRAXISAUFGABE BIS ZUM ÄRZTEHAUS

„Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Ort belegte bei der Bürgerbefragung vor 5 Jahren deutlich Platz 1“, erinnert Bürgermeister Thomas Falter. Wie viele Kommunen stand die auch die Gemeinde Wackersdorf vor einigen Jahren vor dem Problem einer Praxisaufgabe. Mit Stefan Roi als Nachfolger habe man einen Glücksgriff gelandet. Die neue Praxis „Wackersdorfer Hausärzte“ wuchs binnen zwei Jahren um mittlerweile drei weitere Allgemeinmediziner und einen zusätzlichen Arztsitz. „Ich werde selbst oft von Kollegen gefragt, warum das bei uns so gut läuft“, schildert Stefan Roi und nennt die Teamphilosophie seiner Praxis als zentralen Baustein. Mindestens genauso wichtig sind sicherlich auch die Wackersdorfer Rahmenbedingungen: Die Gemeinde baut bis Ende 2022 ein modernes, großzügig angelegtes Ärztehaus in der Ortsmitte, Kostenpunkt 5,6 Mio. Euro.

DANK AN WACKERSDORFER MEDIZINER

„Im Namen aller Wackersdorferinnen und Wackersdorf und vieler Bürgerinnen und Bürger aus dem Umland möchte ich mich als Bürgermeister für das Vertrauen in den Standort und die fokussierte Zusammenarbeit bei allen Beteiligten bedanken. Wir sind mit unserem medizinischen Angebot im Ort bestens für die Zukunft aufgestellt“, freut sich Thomas Falter. Neben der Gemeinschaftspraxis Roi/Diaconu/Zahnweh/Krüger trägt dazu insbesondere die Hausarztpraxis Dr. Andreas Kappl bei. „Er ist selbstverständlich in alle Entwicklungen eingebunden. Vor dem Hintergrund seiner eigenen neuen Praxisräume kommt ein Umzug in das neue Ärztehaus für ihn aber nicht in Betracht“, so Thomas Falter. Ein großer Wegbereiter für das Ärztehaus waren des Weiteren die ehemaligen Wackersdorfer Hausärzte Dres. Strobl. Auch die Wackersdorfer Barbara-Apotheke, die mit ins neue Ärztehaus ziehen wird, sowie die Zahnarztpraxen seien von großer Bedeutung für die medizinische Nahversorgung.


Das Bild zeigt v.l.: Bürgermeister Thomas Falter, Stephanie Staudenmayer (Leitung MGH), die Ärzte der Praxis “Wackersdorfer Hausärzte” Stefan Roi, Dr. Elena Diaconu, Dr. Sebastian Zahnweh und Dr. Peter Krüger, sowie zweiter Bürgermeister Thomas Neidl und dritter Bürgermeister Günther Pronath stellten das neue Angebot im MGH vor.

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