Kleiner Kultursommer im Spitalgarten – Schmarrnkerl und Funkerl lasen „Winnetou in Bayern“

Kleiner Kultursommer im Spitalgarten – Schmarrnkerl und Funkerl lasen „Winnetou in Bayern“

Humorvoll, echt, bayerisch und ein Stück oberpfälzer Literaturgeschichte! Normalerweise kennt man Helmut Haider und Stephan Karl – besser bekannt als das Komikerduo „Schmarrnkerl und Funkerl“ – nur als kellnernde und unfreiwillig musizierende Ober durch die Gasthäuser der Gegend ziehen. Doch am Freitag Abend hatten Sie „Literatur“ aus den 2000er im Gepäck. „Schmarrnkerl und Funkerl“ lasen im ausverkauften Spitalgarten, aus „Winnetou in Bayern“, dem Erstlingswerk des bekannten oberpfälzer Schriftstellers und Tausendsassas Eugen Oker.

Ein herrliche Geschichte, vor allem wenn man aus Schwandorf stammt. Denn von dort handelte die Lesung und als altem Schwandorfer sind einem die Plätze und viele Leute teilweise auch bekannt gewesen, die in dieser Lesung vorkamen.

Die Geschichte erzählt mit Augenzwinkern, die Abenteuer des Zehnjährigen Gebhart Fritz als Mitglied des oberpfälzischen Appachen-Indianerstammes aus Söllach. Im Oberpfälzer Slang und unverwechselbarer Manier entführten „Schmarrnkerl und Funkerl“ in die Schwandorfer Kinderwelt der Zwischenkriegszeit. Natürlich kam auch die Musik nicht zur kurz: mit passenden Liedern von „Gus Backus“ nahmen die beiden das Publikum mit in die Schwandorfer Felsenkeller-Indianerwelt. Selbst bei den Liedern wie „Brauner Bär und weiße Taube“ sowie „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“, zeigte sich das Schwandorfer Publikum Textsicher und sang fleißig mit.

Eigentlich sollte der Leseabend in den besagten Felsenkeller stattfinden, dies wäre der Originalschauplatz aus dem Buch gewesen, aber bedingt durch Corona, fand er vor der Spitalkirche – nur 200 Meter entfernt – statt. Bei traumhaftem Sommerwetter und schöner Beleuchtung war es ein sehr lustiger Abend.

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