Der aktuelle Corona-Plan für Bayern – diese Lockerungen gelten ab heute 25. Mai 2020

Der aktuelle Corona-Plan für Bayern – diese Lockerungen gelten ab heute 25. Mai 2020

Am dem heutigen Montag (25. Mai) treten in Bayern weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Das Leben dürfte dadurch für gestresste Eltern, Kinder, Wirte und Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen wieder ein Stück leichter werden. Hier ein Überblick.

Wie geht es mit der Gastronomie weiter?

Nach der Öffnung der Biergärten und Restaurant-Terrassen vor einer Woche folgen nun die Innenräume. Auch hier gelten die Abstandsregeln (1,50 Meter) sowie eine Maskenpflicht, solange man nicht am Tisch sitzt. Außerdem muss sich eine Person pro Gruppe namentlich registrieren lassen. Neu ist die Lockerung der Öffnungszeiten. Speiselokale dürfen bis 22 Uhr öffnen, Biergärten nur bis 20 Uhr. Grund ist, dass die Regierung mit der Lockerung der Außengastronomie vorsichtig anfangen wollte, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte. Je später der Abend, desto lustiger werde es, sagte er – wohl in Anspielung auf Alkoholkonsum – und das habe man in der Innengastronomie besser im Griff. Wenn alles gut gehe, werde man aber auch draußen bald bis 22 Uhr sitzen dürfen.

Lockerungen in der Kinder-Notbetreuung

Kinderbetreuung – Gibt es weiterhin nur Notbetreuung? Wer darf zurück?
Offiziell nennt sich das Vorgehen weiterhin Notbetreuung, doch alle Vorschulkinder dürfen wieder zurück in den Kindergarten – auch dann, wenn ihre Eltern nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten. Geschwisterkinder dürfen laut Familienministerin Carolina Trautner ebenfalls mitkommen, weil dadurch keine neuen Infektionsketten aufgemacht würden. Zudem dürfen Großtagespflegen wieder öffnen – mit maximal zehn Kindern, die von zwei oder drei Personen betreut werden. Ebenfalls weitermachen dürfen Waldkindergärten und ähnliche Einrichtungen, bei denen sich die Kinder die meiste Zeit im Freien aufhalten – ganz ohne Einschränkung der Jahrgänge.

Läuft die Betreuung wieder wie vor der Corona-Pandemie?
Nein. Es sollen weiterhin kleine und feste Gruppen gebildet werden. Kinder mit Krankheitssymptomen dürfen die Einrichtungen nicht besuchen.

Nach den Pfingstferien soll es weitere Lockerungen geben, sofern die Infektionszahlen das zulassen. Dann dürfen die künftigen Vorschulkinder zurück in die Kindergärten und Kinder, die im Herbst in den Kindergarten wechseln, zurück in die Krippe. Parallel dürfen dann auch Kinder der zweiten und dritten Klassen in die Horte.

Diese Lockerungen gelten für Alten- und Pflegeheime

Alten- und Pflegeheime in Bayern: Das ist ab Montag gelockert!
Der generelle Aufnahmestopp für Alten- und Pflegeheime sowie für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen wird aufgehoben. Ob neue Bewohner einziehen können, sollen die Einrichtungen dann selbst entscheiden, unter anderem abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärte. Jede Einrichtung braucht dafür ein individuelles Schutzkonzept.

Lockerungen für Hotels und die Tourismusbranche gelten ab dem 30. Mai

Lockerungen in der Corona-Krise: Was ist mit Hotels und der Tourismusbranche?

Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen dürfen ab dem 30. Mai öffnen – pünktlich zum Pfingstwochenende. Das gilt auch für Campingplätze, allerdings müssen die Wohneinheiten über eine eigene Sanitäreinrichtung verfügen. Zudem gelten die üblichen Hygienevorschriften, wie Mindestabstand und teilweise Mundschutzpflicht. Betriebseigene Schwimmbäder, Saunen, Wellness- und Fitnessbereiche bleiben jedoch weiterhin geschlossen.

Auch viele weitere Betriebe der Tourismusbranche dürfen zu Pfingsten unter Auflagen wieder loslegen. Freizeitparks können ihre Außenbereiche öffnen, Stadt- und Gästeführungen werden erlaubt, auch touristischer Bus- und Bahnverkehr darf wieder starten und die Seilbahnen den Betrieb aufnehmen. Die Fluss- und Seenschifffahrt darf wieder Gäste befördern. Auch die Schlösserverwaltung sperrt ihre Objekte zu Pfingsten wieder auf. Nur einige Besuchermagnete wie Neuschwanstein, Linderhof oder die Residenzen in Würzburg und München müssen bis nach dem verlängerten Wochenende warten und sind erst ab dem 2. Juni wieder zugänglich.

Söder kündigt Öffnung von Freibädern an

Ministerpräsident Söder hat die Wiedereröffnung von Freibädern angekündigt. Im Zuge der Lockerungen der Corona-Maßnahmen dürfte das viele freuen – trotz strenger Regeln.

Google+ Linkedin