Das sind die Corona-Regeln ab dieser Woche – das ist erlaubt – und das noch nicht…

Das sind die Corona-Regeln ab dieser Woche – das ist erlaubt – und das noch nicht…

Die wichtigsten Corona-Änderungen in Bayern:

– Lockerungen bei Freizeitsport: kontaktfreie Wettkämpfe in Sporthallen sind wieder möglich,  beim Training (z.B. Fußball) ist auch Körperkontakt gestattet; Kampfsport mit maximal fünf Personen

– Flusskreuzfahrten sind wieder erlaubt – mit den gleichen Regeln wie für Hotels; auf Ausflugsschiffen gelten die gleichen Regeln gelten wie in Bussen und Bahnen – Maskenpflicht bleibt

– Freizeiteinrichtungen dürfen auch Innenbereiche öffnen – unter Einhaltung von Hygieneregeln. Das gilt z.B. für Tierparks, Botanische Gärten, Indoorspielplätze, Spielscheunen und Escape-Rooms.

– Zu privaten Veranstaltungen – wie Vereinssitzungen, Hochzeits- und Geburtstagsfeiern – dürfen doppelt so viele Teilnehmer kommen wie bisher: also 100 in Innenräumen und 200 im Freien. Das gilt auch für Tagungen.

Corona-Tests in Bayern: “Schneller, kostenlos und für jedermann”

Wer kann sich künftig auf Corona testen lassen – und ab wann?

Als erstes Bundesland bietet Bayern seit rund zwei Wochen kostenlose Corona-Tests für jeden an – man muss keine Symptome zeigen. Grundsätzlich gilt aber, dass oberste Priorität bei Tests Verdachtsfälle mit Symptomen sowie deren Kontaktpersonen haben. Für sie gibt es eine 24-Stunden-Garantie: Sie sollen binnen 24 Stunden getestet werden, innerhalb weiterer 24 Stunden soll das Ergebnis vorliegen.

Wo kann man sich testen lassen?

Die Tests sollen Vertragsärzte in ihrer Praxis machen. Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, jeden zu testen, der es wünscht, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte. Die Ministerin will nun erst einmal die kommenden Tage abwarten. Sollte es viele Ärzte geben, die keine Tests vornehmen wollen, werde es eine Liste mit Medizinern geben, an die sich Bürger wenden können.

Wie oft kann ich mich testen lassen?

Jeder kann sich so oft testen lassen, wie er möchte. Söder betonte, es gebe keine Begrenzung: “Also nicht nur einmal ein Test, sondern der Test ist dann mehrfach wiederholbar.” Schließlich gebe es ja immer wieder Situationen, in denen es zu einer Infektion kommen könne.

Darf ich nach einem negativen Test die Maske weglassen?

Nein. Söder stellte klar: Ein negatives Testergebnis entbinde niemanden davon, Abstand zu anderen zu halten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Hochzeiten, Partys, Grillfeste – so dürft ihr feiern

Feiern mit Familie und Freunden sind seit kurzem wieder möglich. In Gaststätten oder Veranstaltungsräumen dürft ihr als geschlossene Gesellschaft wieder in größerer Runde private Feste feiern, etwa einen Geburtstag oder eine Hochzeit. Dabei gilt eine Beschränkung der Teilnehmerzahl (100 Leute in geschlossenen Gebäuden, 200 unter freiem Himmel). Wenn ihr als geschlossene Gesellschaft einen eigenen abgeschlossenen Raum habt, müsst ihr nicht zwingend die Maske tragen, auch wenn ihr zwischen den Tischen hin und her wechselt. Auch Tanzen und Spiele sind dann wieder möglich, da ihr den Mindestabstand nicht einhalten müsst. Es wird aber empfohlen, die Hygiene- und Abstandsregeln – soweit es geht – auch beim Feiern einzuhalten. Sobald ihr den Raum verlasst, um beispielsweise auf die Toilette zu gehen oder einen allgemein zugänglichen Bereich (Eingang, Lobby, Flur etc.) betretet, gilt die Masken- und Abstandspflicht wieder. 

Private Feiern zu Hause: Ohne Beschränkung

Noch lockerer sind die Regeln für Partys in der eigenen Wohnung: Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine Besucherzahl. Auf die Maske darf verzichtet werden. Auf den Schutz der Gäste jedoch nicht. Gastgeber sollten nur so viele Personen einladen, dass den Gästen untereinander genug Platz bleibt. Zudem wird empfohlen, in geschlossenen Räumen regelmäßig für frische Luft zu sorgen. 

Grillen: Zuhause erlaubt, im Freien nicht

Besonders beliebt im Sommer ist das gemeinsame Grillen. Eine Grillparty zu Hause ist kein Problem. Wer sich allerdings zum Grillen gerne mit Freunden im Park oder am See treffen will, hat diesen Sommer leider Pech. Zwar darf man im Freien in einer Gruppe von bis zu zehn Personen zusammensitzen – aber eben nicht zum rauschenden Fest.

Welchen Corona-Beschränkungen gelten aktuell noch?

Einzelhandel, Dienstleister und Freizeiteinrichtungen

Geschäfte, Museen und Freizeiteinrichtungen wie Zoos dürfen maximal eine Person pro 10 Quadratmeter Fläche hineinlassen. 

Maskenpflicht für Kassierer und Gäste

Neben Kunden und Besuchern müssen auch alle Mitarbeiter von Geschäften, Hotels, Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Im Kassen- und Thekenbereich dürfen die Beschäftigten darauf verzichten, wenn es eine transparente Trennwand zum Kunden gibt.

Bäder, Wellness, Saunen

Freibäder dürfen ja schon seit längerem wieder öffnen, auch Hallenbäder, Thermen-Innenbereichen und Hotelschwimmbädern sind mittlerweile wieder am Start – einschließlich der Wellness- und Saunaangebote.

Gastronomie

Speiselokale in Bayern – also Restaurants, Cafés und Biergärten – dürfen mit den Öffnungszeiten wie vor der Corona-Epidemie öffnen. Am Tisch selbst mit euren Freunden oder der Familie müsst ihr keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sonst aber schon: Zum Beispiel beim Betreten des Lokals oder beim Toilettengang.

Großveranstaltungen

Größere Veranstaltungen und öffentliche Feste bleiben bis 31. Oktober grundsätzlich verboten. 

Kino und Konzerte

Kinos, Theater und Konzertsäle sind unter strengen Auflagen wieder geöffnet – mit einer Maximalanzahl an Besuchern: 100 bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bzw. 200 Besucher im Freien. Ahnlich wie bei Gottesdiensten müsst ihr, sobald ihr auf eurem Platz sitzt, keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen – wohl aber, wenn ihr zum Beispiel zur Toilette gehen wollt. 

Ministerpräsident Söder hat für diese Woche weitere Lockerungen bei der Besucherzahl in Kinos, im Theater oder bei Konzerten angekündigt. Demnach sollen dann in geschlossenen Räumen wieder 200 statt 100 Besucher erlaubt sein, unter freiem Himmel statt 200 sind wieder 400 Besucher erlaubt. 

Tourismus

Für Reisebusunternehmen gelten die gleichen Regelungen wie für öffentliche Verkehrsmittel. Unter Einhaltung der Maskenpflicht dürfen wieder alle Plätze im Bus besetzt werden. Campingplätze dürfen gemeinschaftlich genutzte Sanitäranlagen wieder öffnen – damit wird beispielsweise auch ein Aufenthalt mit einfachen Zelten wieder möglich.

Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen auch weiterhin keine Gäste aus Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen aufnehmen.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

In Einrichtungen der Pflege für Menschen mit Behinderungen sowie für Krankenhäuser sind seit Ende Juni mehr Besuche möglich. Die Besuchsbeschränkungen werden “durch einrichtungsindividuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzt”.

Kinderbetreuung und Schulen

Seit 1. Juli können wieder alle Kinder in ihre Betreuungseinrichtungen gehen. Auch an die Schulen sind die letzten Jahrgangsstufen zurückgekehrt – vorerst noch in halber Klassenstärke im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und “Lernen zu Hause”. Ab September soll bei der Kinderbetreuung und in den Schulen möglichst der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden – unter Beachtung von Hygienekonzepten.

Hochschulen und Universitäten

Die Hochschulen und Universitäten in Bayern müssen vorerst weitgehend auf “Online-Lehre” setzen. Beim Wissenschaftsministerium ist von einer “digitalen Durchführung des Sommersemesters 2020” die Rede. Seit Montag könnten die Hochschulen aber im Einzelfall entscheiden, “kleinere Seminare mit bis zu 30 Teilnehmern zuzulassen, soweit dies zur Ergänzung der Online-Lehre erforderlich ist”. Dabei müssten alle allgemeinen Vorgaben und Empfehlungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz beachtet werden. Seit Ende April ist die “Durchführung von bestimmten Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern” im Einzelfall unter strengen Hygienemaßnahmen möglich.

Messen und Kongresse ab Herbst

Die Staatsregierung möchte eine Öffnung des Messe- und Kongressbetriebs in Bayern spätestens ab 1. September ermöglichen. Das Kabinett hat “einen Rahmen für Schutz- und Hygienemaßnahmen” beschlossen – als Richtschnur für die individuellen Schutz- und Hygienekonzepte der Veranstalter. 

Clubs, Diskotheken, Schausteller und Schankwirte müssen warten

Clubs und Diskotheken macht Ministerpräsident Söder keine Hoffnung auf eine Öffnung in nächster Zeit. Auf die Frage, wann man mal wieder in einem Club tanzen könne, sagte der Ministerpräsident in dem Interview: “Das dauert. Denn da ist die Ansteckungsgefahr einfach mit am höchsten.”

Quelle: Bayern3 

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