Burglengenfeld verhüllt Schaufenster – eine Aktion mit knapp 80 Geschäften

Burglengenfeld verhüllt Schaufenster – eine Aktion mit knapp 80 Geschäften

Auf eine fast ausnahmslose Solidarität stießen die Organisatoren bei Ihrem Vorhaben ein Zeichen für die eigentlich lebendige Naabstadt Burglengenfeld zu setzen. Aber der Apell richte sich an alle Konsumenten: Kauft regional, erhaltet die Innenstadt.

Mit verhüllten und verklebten Schaufenstern machen knapp 80 Geschäfte drei Tage lang deutlich, was der Einzelhändler, der Gastronom, der Dienstleister um die Ecke normalerweise speziell in der Innenstadt zum Stadtbild und Stadtleben beiträgt: „Burglengenfeld steht über die Landkreisgrenzen hinaus für Lebendigkeit und eine glanzvolle, historische Stadt mit einem tollen Mix zum Flanieren und Feiern. Zusammen schaffen wir es, dass es so bleibt.“, sagt Melanie Röhl, stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsforums Burglengenfeld e.V.

Zahlreiche Läden schlossen sich dem Ruf des WIFO an, obgleich Mitglied oder nicht. Auch Dienstleister und geöffnete Grundversorger machen mit. „Wir sind begeistert von dieser unglaublichen Solidarität. Noch nie hat es eine Aktion gegeben, bei der sich so viele Gewerbetreibende zusammengeschlossen haben.“, sagt Vorsitzender Benedikt Göhr. Noch ein Mal möchte man aufmerksam machen auf Geschäftsleute und Gastronomen. Sie stehen symbolisch solidarisch füreinander da, als Burglengenfeld im Gesamten und als eine Einkaufsstadt, die auch in schweren Zeiten zusammenhält, um weiterhin für ihre Kundinnen und Kunden da sein zu können.

Keine leichte Aufgabe: Für viele schlägt eben die Uhr 12 und jeden Tag wird es schwieriger. Wer mit den Geschäftsinhabern spricht, merkt schnell, dass es sich die gewählten Vertreter der Gewerbetreibenden in Burglengenfeld nicht leicht gemacht haben mit der Entscheidung, das Licht auszumachen und die Schaufenster mit Zeitungen zuzukleben.

„Burglengenfeld blüht auf“, „Burglengenfeld geht auf Reisen“, „Burglengenfeld mach mobil“, „Burglengenfeld spielt mit“: Jahrelang hat das Wirtschaftsforum positiv besetzte Slogans als Jahresmotto gewählt. Zuletzt hieß es im Rahmen einer groß angelegten Kampagne mit ebenso großen Bannern an Hausfassaden und den Ortseingängen: „Sei ein Teil deiner Stadt!“. Damit wollte man natürlich werben für den Einkauf vor Ort, zugleich aber deutlich machen, dass es die Betriebe vor Ort sind, die – zum Beispiel – Preise für die Tombola beim Sommerfest des Kindergartens stiften, eine Anzeige schalten in der Festschrift eines Vereins zum 150-jährigen Bestehen, oder eben gleich wie am Volksfestplatz einen ganzen Spielplatz finanzieren. Amazon und Co. stehen da nicht auf der Tafel der Spender.

Aber wie kann man denn helfen und Solidarität zeigen? Natürlich folge man dem Ruf der Digitalisierung und man arbeite daran zusätzlichen Service bieten zu können. „Call/Click & Collect, die Social Media Angebote, als auch das Nutzen des Burglengenfelder Einkaufsgutschein sind eine gute Möglichkeit kurz- und längerfristig zu unterstützen“, sagt die Mitorganisatorin Johanna Greiter, die diese Woche mit Ihrem Cafe „Fräulein Greiter“ 3-jähriges Jubiläum feiern würde. „Wir wollen weiter Teil der Stadt sein. Mit unserem Cafe, unserem kleinen Laden, Angeboten und den Aktionen am Marktplatz.“


Das Bild zeigt: Julia Lautenschlager links (Lautenschlager Fashion&Home) und Johanna Greiter (Cafè Fräulein Greiter) werben vor verhüllten Schaufenstern, stellvertretend für die Gewerbetreibenden Burglengenfelds, für die Nutzung von Click/Call & Collect und einem stärken Bewusstsein für den Kreislauf vor Ort. Foto: Benedikt Göhr

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