Blaulichtreport | Polizei Schwandorf vom 2.12.2020

Blaulichtreport | Polizei Schwandorf vom 2.12.2020

Glätteunfälle
Am Montagmorgen kam es zu zwei Glätteunfällen in Schwandorf. Um kurz nach 08:00 Uhr wollte ein 41-Jähriger aus Hausen mit seinem Skoda Fabia von der Fronberger Str. nach rechts in die Randolph-von Breidbach-Straße einbiegen. Aufgrund von Schneeglätte in Kombination mit Sommerbereifung rutschte der Skoda geradeaus und prallte gegen einen Telekommunikationskasten, der dabei erheblich beschädigt wurde.
Um 08:30 Uhr befuhr eine 46-jährige Schwandorferin die Staatsstraße 2145 von Schwandorf kommend in Richtung Steinberg am See. Noch vor der Ortschaft Oder bzw. direkt nach der Autobahnunterführung kam sie in einer Rechtskurve aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei Glätte auf die Gegenfahrbahn. Dort krachte sie mit dem Heck Ihres Audi A5 in einen entgegenkommenden Volvo, sodass das linke Hinterrad des Audi abgerissen wurde. Der Audi schlitterte dann noch etwa 70 Meter weiter und kam schließlich auf der Fahrbahn zum Stehen. Die 46-Jährige blieb zum Glück unverletzt, der 56-jährige Fahrer des Volvo aus Nittenau klagte über Schmerzen am Ohr. Am Audi entstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 20.000.- Euro, am Volvo ein Sachschaden an der Fahrzeugfront in Höhe von ca 15.000.- Euro.

Anruf durch vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter
Am Montagmittag erhielt ein 38-jähriger Schwandorfer einen Anruf eines vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiters. Der unbekannte Täter gab an, dass der Laptop des 38-Jährigen gehackt worden sei und er sich nun um die Reparatur des Laptops kümmern würde. Auf Anleitung des Anrufers schaltete der 38-Jährige den Laptop ein und lud ein Remote-Programm auf seinen Laptop, mit dem der Anrufer Zugriff auf den Laptop erhielt. Als der Anrufer den Zugriff erhalten hatte, zeigte er dem 38-Jährigen den angeblichen Fehler. Im Anschluss kam er aber auf sein eigentliches Ziel zu sprechen. Als Gegenleistung für seine Dienste würde der Anrufer dem 38-Jährigen Geld in Form eines Schecks übersenden, das der 38-Jährige in Google-Play-Karten einlösen und die Karten dann an den Unbekannten zurückschicken solle. Als der 38-Jährige das hörte, beendete er sofort das Telefonat. Es ist davon auszugehen, dass der übersandte Scheck nicht gedeckt gewesen und der 38-Jährige somit auf den Kosten für die Karten sitzen geblieben wäre. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor Anrufen angeblicher IT-Spezialisten. Sollten Sie ein Problem mit Ihrem Computer feststellen, wenden Sie sich an die offiziellen Rufnummern der Anbieter. Spätestens wenn zweifelhafte Bezahldienste oder Gegenleistungen gefordert werden ist regelmäßig von einem betrügerischen Auftreten auszugehen.

Nagelstudio geöffnet
Aufgrund einer Mitteilung überprüften Beamte der PI Schwandorf ein Nagelstudio in der Friedrich-Ebert-Straße, das aufgrund der Corona-Vorschriften eigentlich geschlossen sein sollte. Vor Ort konnten mehrere Personen angetroffen werden, unter anderem auch der Betreiber des Nagelstudios, zwei Angestellte und drei Kunden. Als die Beamten eintrafen, versuchten sich die Kunden noch hinter einen Sichtschutz duckend zu verstecken. Eine Mitarbeiterin wollte noch die Ladentüre zudrücken und die im Laden befindlichen Personen warnen. Der Betrieb des Geschäftes wurde eingestellt. Gegen den Ladenbesitzer wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz vorgelegt.

Vorfahrt mißachtet
Am Dienstagnachmittag befuhr ein 56-Jähriger aus Schwandorf mit seinem Audi A6 die Goethestraße und wollte nach links in die Steinberger Straße einbiegen. Dabei übersah er einen von rechts kommenden und bevorrechtigten Nissan Micra, der von einer 53-jährigen Schwandorferin gesteuert wurde. Es kam zum Zusammenstoß beider Pkw, wodurch am Audi ein Schaden in Höhe von ca. 4.000.- Euro und am Nissan in Höhe von ca. 7.000.- Euro entstanden ist.

Betrunken und mit Widerstand in Gewahrsam
Am Dienstag gegen 18:25 Uhr erhielt die PI Schwandorf die Mitteilung, dass sich in der Lindenstraße eine deutlich alkoholisierte weibliche Person befinden würde. Vor Ort trafen die Beamten auf eine 23-Jährige ohne festen Wohnsitz. Die 23-Jährige torkelte so stark, dass sie mehrfach in die Fahrbahn zu fallen drohte. Um die junge Frau vor sich selbst zu schützen wurde sie in Ausnüchterungsgewahrsam genommen. Damit war sie jedoch nicht einverstanden und widersetzte sich den polizeilichen Maßnahmen mit Fußtritten und Befreiungsversuchen. Ihren Unmut untermauerte die 23-Jährige zudem mit mehreren beleidigenden Kraftausdrücken. Letztendlich verbrachte die 23-Jährige die Nacht in einer Haftzelle der PI Schwandorf. Als die 23-Jährige in den frühen Morgenstunden entlassen werden sollte, rastete sie unvermittelt erneut völlig aus, trat im Wachbereich der Dienststelle gegen die Einrichtungsgegenstände und äußerte weitere Beleidungen gegen die Einsatzkräfte. Die 23-Jährige konnte durch die Beamten nur durch die Anwendung körperlicher Gewalt begändigt und wieder in die Zelle verbracht werden. Erst beim zweiten Anlauf zwei Stunden später verlies die 23-Jährige die Wache ohne weitere Vorkommnisse. Sie erwarten nun zwei Anzeigen wegen Tätlichem Angriff und Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Beleidigung.

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