Blaulichtreport | Polizei Schwandorf vom 18.11.2020

Blaulichtreport | Polizei Schwandorf vom 18.11.2020

Schwandorf

Prefferspray in Notaufnahme eingesetzt
Am Dienstag um kurz vor 20:30 Uhr kam es in der Notaufnahme des Schwandorfer Krankenhauses zum Einsatz eines Pfeffersprays durch einen Patienten. Ein 30-Jähriger Schwandorfer wurde in der Notaufnahme des Schwandorfer Krankenhauses vorstellig, um sich behandeln zu lassen. Er befand sich in Begleitung seiner Mutter, da er selbst nahezu erblindet und dementsprechend auf die Hilfe seiner Mutter angewiesen war. Bevor der 30-Jährige jedoch die Notaufnahme betreten konnte, wurde er vom dort eingesetzten Security-Personal angehalten und gebeten, seine Mund-Nasen-Bedeckung zu wechseln. Der 30-Jährige zeigte jedoch kein Verständnis für das Anliegen der Security-Mitarbeiter und reagierte zusehends aggressiv. Als die Security-Mitarbeiter ohne korrekter Maske den Zutritt verweigerten, zog der 30-Jährige plötzlich ein Pfefferspray und sprühte um sich. Mindestens elf Mitarbeiter des Krankenhauses klagten in der Folge über Reizungen der Augen und der Atemwege. Zudem wurde eine bislang unbekannte Anzahl an Patienten, die sich bereits in der Notaufnahme befunden hatten, ebenfalls verletzt, darunter ein zwei-jähriges Kind. In den Behandlungsräumen der Notaufnahme wurde die Luft so stark kontaminiert, dass die Notaufnahme für ca. 30 Minuten geräumt, gesperrt und gelüftet werden musste. In dieser Zeit war die Notaufnahme laut dem diensthabenden Oberarzt nicht betriebsfähig und akute Notfälle hätten nicht behandelt werden können. Der 30-Jährige konnte sich nach dem Einsatz des Pfeffersprays unbehelligt von der Notaufnahme entfernen. Er begab sich jedoch kurze Zeit später selbst zur PI Schwandorf. Das verwendete Pfefferspray wurde als Beweismittel sichergestellt und ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eröffnet.
Geschädigte des Pfeffersprayeinsatzes werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Schwandorf unter 09431/4301-0 in Verbindung zu setzen.

Unfallflucht geklärt
Am frühen Montagvormittag teilte eine Anwohnerin der Jahnstraße mit, dass sie einen frischen Schaden an ihrem Zaun festgestellt hätte. Ein Pkw musste in den Zaun gefahren sein und sich ohne sich zu melden von der Unfallstelle entfernt haben. An der Unfallstelle konnten die Beamten eine Chromleiste vorfinden, die von dem Unfallfahrzeug stammen musste. Recherchen zu diesem Fahrzeugteil bei einem Schwandorfer Autohaus ergaben, dass es sich bei dem Unfallfahrzeug wohl um einen VW Golf VII gehandelt hatte. Im Laufe des Nachmittags rief dann das Autohaus nochmals bei der Polizei an und teilte mit, dass soeben ein Fahrzeug zur Reparatur gebracht wurde, dessen Schadensbild zu der Unfallflucht passen könnte. Als die Beamten den Halter des Fahrzeuges, einen 70-Jährigen aus Schwandorf, an dessen Wohnadresse befragten, gab er gegenüber den Beamten zu, den Unfall verursacht zu haben. Gegen den 70-Jährigen wurde ein Verfahren wegen des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort eröffnet. Am Zaun der Geschädigten war ein Sachschaden in Höhe von ca. 600.- Euro entstanden, am VW Golf des 70-Jährigen in Höhe von ca. 1.500.- Euro.

Drogen in flüssiger Form
Am Dienstag gegen 19:20 Uhr wurde in der Senefelderstraße ein amtsbekannter 39-Jähriger aus Schwandorf einer Personenkontrolle unterzogen. In seinen mitgeführten Sachen fanden die Beamten ein Glas mit Schraubverschluss samt durchsichtiger Flüssigkeit. Auf Nachfrage, um welche Flüssigkeit es sich handle, verstrickte sich der 39-Jährige in Widersprüche und behauptete letztlich, dass es nur Wasser sei. Die Flüssigkeit roch aber eindeutig nicht nach einfachem Wasser. Dementsprechend nahmen die Beamten einen Drogenvortest bei der Flüssigkeit vor, der eindeutig auf Amphetamin reagierte. Die Flüssigkeit wurde sichergestellt und der 39-Jährige nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht.

Auffahrunfall
Zwei Freundinnen im Alter von jeweils 21-Jahren, eine wohnhaft in Pfreimd und eine in Nabburg, befuhren am späteren Dienstagabend mit ihren Pkws hintereinander die Regensburger Straße. Im Pkw der Vorausfahrenden befand sich noch eine dritte 21-Jährige aus Nabburg als Beifahrerin. Als die Vorausfahrende verkehrsbedingt anhalten musste übersah dies die Hinterherfahrende und fuhr auf den Pkw auf. Alle drei jungen Frauen mussten mit leichten Verletzungen in das Krankenhaus Schwandorf gebracht werden. Am BMW 1er der Unfallverursacherin entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 10.000.- Euro, am VW Golf der Geschädigten in Höhe von ca. 1.000.- Euro.

Google+ Linkedin