C123 | Neun weitere Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt – 600 Personen in häuslicher Quarantäne

C123 | Neun weitere Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt – 600 Personen in häuslicher Quarantäne

Im Landkreis Schwandorf sind am Montag neun weitere Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Damit hat sich die Zahl auf 123 erhöht. 21 Patienten werden stationär betreut, davon zehn auf der Intensivstation. Zudem befinden sich rund 600 Kontaktpersonen aus dem Landkreis in behördlich angeordneter Quarantäne.

Wie mitgeteilt, sind wir dazu übergegangen, nur mehr die Fallzahlen, aber nicht mehr weitere Details wie Alter, Geschlecht und Wohnort zu nennen.

Die Bitte, zumindest die Wohnorte zu veröffentlichen, wurde in den letzten Tagen mehrmals an uns herangetragen. Wir haben uns unsere Entscheidung nicht leicht gemacht und sie aufgrund der Zuschriften auch nochmal überdacht. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir die geänderte Praxis beibehalten werden. Die Mitteilung der Wohnorte könnte ein falsches Sicherheitsgefühl geben, wenn in der Gemeinde noch kein Fall vorliegt. Jedenfalls ist das Risiko, sich anzustecken, auch in den Gemeinden in gleicher Weise gegeben, in denen noch kein positiver Fall bestätigt ist. Denn Ansteckungen sind möglich, bevor eine positive Testung vorliegt und viele, die positiv getestet sind, haben sich nicht am Wohnort, sondern bei anderen Gelegenheiten infiziert. So kommt man beim Einkaufen oder bei der Arbeit auch mit Personen in Kontakt, die nicht in der Gemeinde wohnen. Auch andere Behörden nennen nur mehr die Zahlen und keine weiteren Details.

Schutzmasken werden genäht
Das Landratsamt hat am Samstagabend eine Materiallieferung für die Herstellung von Schutzmasken erhalten. Die Anlieferung erfolgte über das THW. Drei Schneidereien im Landkreis werden mit der Verarbeitung des Stoffes beauftragt. Privatpersonen oder ehrenamtliche Helferkreise, die selbst Schutzmasken genäht haben und diese zur Verfügung stellen möchten, können die Masken beim Landratsamt abgeben. Die Kontaktaufnahme ist per Mail an katastrophenschutz@landkreis-schwandorf.de oder telefonisch unter 09431 471-282 möglich. Das Landratsamt verteilt die gesammelten Masken über die Rettungsdienste an Bedarfsträger. Auch wenn diese Masken nicht die gleiche Schutzwirkung entfalten wie die industriell gefertigten Mund- und Nasenschutzmasken, können sie einen Beitrag zur Verminderung des Infektionsrisikos leisten.

Teststation nahm Betrieb auf
Das lokale Testzentrum in Schwandorf ist heute um 9.30 Uhr mit den ersten Terminen in Betrieb gegangen. Getestet werden kann, wer Krankheitssymptome aufweist und in den letzten 14 Tagen in engem Kontakt mit positiv getesteten Personen stand. Die Auswahl des Personenkreises und die Vergabe der Termine erfolgt über das Gesundheitsamt und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB).

Problemmüllsammlung verschiebt sich
Nachdem die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April verlängert wurden, entfallen auch die in diesen Zeitraum fallenden Termine der Problemmüllsammlung. Ursprünglich war der Start dieser Aktion für den 2. April vorgesehen. Die neuen Termine werden zu gegebener Zeit mitgeteilt.

Erste Bußgelder verfügt
Wie überall in Bayern werden die geltenden notwendigen Ausgangsbeschränkungen von den meisten Personen beachtet. Leider gibt es aber auch im Landkreis einige Zeitgenossen, die rücksichts- und verantwortungslos handeln. „Gemeldete Verstöße werden umgehend abgearbeitet“, bekräftigt die Behörde. Die ersten Bußgeldbescheide an Personen, die ohne triftigen Grund unterwegs waren, wurden bereits versandt. Zur Zahlung werden in den bisher bearbeiteten Fällen einschließlich Gebühren 178,50 Euro fällig. „Wir entscheiden mit Augenmaß, aber bei Wiederholungstätern würde es spürbar teurer werden“, bittet Pressesprecher Hans Prechtl alle Bürger um Vernunft.

MINT-Tipp des Tages – Heute: Selbstgemachte Knetmasse
In Zusammenarbeit mit der Lernenden Region wird das Landratsamt jeden Tag ein Angebot für Eltern und Kinder zur Verfügung stellen, um die Zeit zu Hause sinnvoll zu nutzen. Das MINT-Management sorgt für spannende Experimente und Erklärungen für verschiedene Altersgruppen.

Mit Knetmasse kann man viele spannende und kreative Sachen gestalten. Und: Man kann sie ganz leicht mit Dingen herstellen, die man in jedem Haushalt findet. Du brauchst dafür Mehl, Salz, Öl, Wasser, Lebensmittelfarbe, Schraubgläser und Einmalhandschuhe. Ein Experiment, von dem du auch später noch etwas hast. Hier geht’s zur Anleitung

Alle Experimente und Phänomene, die auf der Seite des Landkreises veröffentlicht werden, finden sich auch auf der Seite der Lernenden Region

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