Kugel News! Parkplätze, Beschilderung, Seeordnung: Verkehrsrechtliche und touristische Veränderungen am Steinberger See!

19. Dezember 2018
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In Kürze wird am Ufer des Steinberger Sees die größte begehbare Erlebnisholzkugel der Welt eröffnen, die direkt benachbarte Kugelwirtschaft und der an der Wakeboardanlage gelegene Adventure-Golf-Park lockten bereits zahlreiche Besucher in das Oberpfälzer Seenland. Ab der kommenden Saison rechnet die Gemeinde Steinberg am See mit einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen rund um den See und reagiert mit infrastrukturellen Änderungen und Anpassungen, sowie einem umfassenden Update der „Seeordnung“.

Parkplätze, Gebühren und Überwachung

Um die erwarteten Gäste und Besucher auch „unterzubekommen“, installiert die Gemeinde eine Reihe neuer Parkplätze und passt vorhandene Anlagen an.  Zu den aktuell bestehenden Parkplätzen (inkl. der im Herbst eröffneten Anlage an der Erlebnisholzkugel) stehen aktuell ca. 450 Parkplätze zur Verfügung (dazu kommen die privaten Parkplätze der Wakeboard-Anlage und der Segelschule). Die Gemeinde plant gegenüber der Erlebnisholzkugel und am Damm zwischen Knappensee und Steinberger See insgesamt weitere 350 Parkplätze.

Des Weiteren steht für  Veranstaltungen (z.B. Seenland-Triathlon oder Yoga Sound & Sea Festival) am „Schwungrad“ ein Sonderparkplatz zur Entlastung zur Verfügung. Darüber hinaus bekommen Wasserwacht und andere Rettungsorganisationen  einen eigenen Sonderparkplatz für Einsatzfahrzeuge und große Ausbildungsveranstaltungen zugewiesen. An Tagen mit extrem überdurchschnittlichem Besucherandrang kann die Gemeinde zusätzlich auf Wiesen zurückgreifen, die als „Überschwemmungsflächen“ genutzt werden können.

Für Busse hat die Gemeinde direkt an der Erlebnisholzkugel 4 Parkplätze installiert, wovon 3 nur für das Ein- und Aussteigen von Fahrgästen vorgesehen sind. Weitere Langzeit-Stellplätze werden derzeit (in etwas weiterer Entfernung zur Kugel) eruiert.

Das Parken ist ausdrücklich nur noch in den ausgewiesenen und kostenpflichtigen Flächen erlaubt. Es werden folgende Gebühren erhoben:

  • Tageskarte 4,-
  • bis 4 Stunden 3,-
  • Kurzzeitparken (2 Stunden) 1,- (Zur Entlastung des touristischen Hotspots an der „Kugel-Seite“ gilt das Kurzzeitparken nur auf dem Parkplatz am Damm zwischen Knappensee und Steinberger See und am Südufer.)
  • Jahreskarte (Fahrzeuggebunden) 30,- (Zur Entlastung des touristischen Hotspots an der „Kugel-Seite“ gilt die Jahreskarte nur auf dem Parkplatz am Damm zwischen Knappensee und Steinberger See und am Südufer.)

Die Nutzung der Parkplätze und Zufahrtswege wird verstärkt kontrolliert. Dazu ist die Gemeinde Steinberg am See dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit beigetreten. Dieser wird um den See die Überwachung und Verwarnung in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei übernehmen. Neben der Überprüfung der gültigen Parktickets werden die Kontrolleure verstärkt darauf achten, dass die Zufahrtsstraßen frei bleiben und nicht verkehrswidrig zugeparkt werden (wie es in der Vergangenheit regelmäßig der Fall war).

Details zur Parkplatzregelung und Überwachung können der Benutzungssatzung  und der Gebührenordnung für die Parkplätze am Steinberger See entnommen werden (beide treten zum 1. März 2019 in Kraft – sie sind auch in Kürze hier auf der Homepage der Gemeinde einsehbar.

Verkehrsführung am Steinberger See, Abbiegespur

Die touristische Zuführung des Verkehrs erfolgt nur noch über die Industriestraße (Ausnahme: Busse, s.u.). D.h. die Westseite des Sees (z.B. Segelschule, Erlebnisholzkugel, Wakeboardanlage) kann nur noch über die Abzweigung Industriestraße/ In der Oder angefahren werden, die Ostseite (z.B. MovingGround, Wasserwacht, Seetreff Müller, Liegewiese) wird nur noch über die Zufahrt „Seepromenade“ (Damm zwischen Steinberger See und Knappensee) angefahren. Auch die Ausfahrt erfolgt über die beschriebenen Zufahrten. Wichtig: Eine Zufahrt von der „Oderer Kreuzung“ für PKW ist nur noch zum Waldcafé Baumer zulässig!

Eine Ausnahmeregelung für die Verkehrsführung an der Westseite des Sees (Erlebnisholzkugel etc.) gilt für Busse: Diese fahren nicht über die Industriestraße, sondern über die Staatstraße „Oderer Kreuzung“ (an der Kreuzung Zubringer A93/ Einmündung zum Waldcafé), in die Straße „In der Oder“ ein und weiter zur Erlebnisholzkugel. Dort liegen rechter Hand die Parkplätze für Busse (Ausstieg rechts!), für die Ausfahrt biegen Busse nach der Erlebnisholzkugel links zurück Richtung Staatsstraße ab (vorbei am Gasthaus Haller).

In Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr und weiteren Rettungsorganisationen wurden einige Zufahrtswege als Rettungswege deklariert – das Halten und Parken ist hier explizit verboten! Besucher und Gäste des Sees werden ausdrücklich gebeten, die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen (s. dazu Parkplätze, Gebühren und Überwachung). Das neue Verkehrsleitkonzept (einschl. der verkehrsrechtlichen Beschilderung) wurde in Abstimmung mit Polizei, Straßenbaubehörden, Bürgern  des Ortsteils Oder und Seeanliegern, Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit, Landratsamt und Verwaltung als Anordnungsbehörden geplant und umgesetzt und durch den Bauhof der Gemeinde installiert. Die Kosten für die neue Verkehrsbeschilderung am See belaufen sich auf rund 8.000 Euro.

Um den Verkehrsfluss vor allem im Bereich der Westseite des Sees (Erlebnisholzkugel etc.) zu optimieren, baut die Gemeinde Linksabbiegespuren von der Industriestraße zur Straße „In der Oder“. Die Planung ist bereits fertig, der Förderbescheid liegt vor. Je nach Witterung soll der Bau bereits im März beginnen und Ende April/ Anfang Mai 2019 abgeschlossen sein. Optimal wäre die Fertigstellung vor Ostern, inwieweit das haltbar ist, hinge allerdings von der Witterung im Spätwinter ab, so Bauamtsleiter Uwe Knutzen bei einem Presstermin im Dezember. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 385.000 Euro, wobei der voraussichtliche Fördersatz bei ca. 50% liegt. Während der Bauzeit wird die Industriestraße halbseitig gesperrt, die Verkehrsregelung wird über eine Funkampelanlage erfolgen. Die Zufahrt zur Oder wird im Bereich der Industriestraße komplett gesperrt. Der Verkehr wird für die Dauer der Bauarbeiten über die Straße beim Gasthaus Haller umgeleitet. Mit der Abbiegespur wird auch die Wegführung des Radweges zwischen Schwandorf und dem Steinberger See im Bereich der Industriestraße angepasst. Über eine neue Überquerungsinsel können Radfahrer die Industriestraße dann sicherer passieren.

Touristische Beschilderung

Um den neuen Anforderungen am See gerecht zu werden, hat die Gemeinde nicht nur die Beschilderung zum, sondern auch am See grundlegend erneuert und modernisiert. Zusammen mit dem Grafikbüro ProDesign (Regensburg) wurde in Anlehnung an das Corporate Design der Gemeinde Steinberg am See ein grafisches Konzept für eine touristische Beschilderung am Seerundweg erarbeitet und umgesetzt. Die neue Beschilderung umfasst Seekarten (Übersichtskarte des Sees mit Legende und Erklärungen), Richtungsschilder und sogenannte Standortnummern. Die Seekarten geben einen Überblick über die Angebote (sogenannte „Points of Interest“) am See, die Parkplätze und zusätzliche Hinweise zu beispielsweise Rad- und Wanderwegen. Die „Points of Interest“ finden sich in der Richtungsbeschilderung auf Wegweisern wieder. Jeder „Point of Interest“ hat zudem ein eigenes Symbol erhalten, das sich sowohl auf Seekarte, als auch auf den Wegweisern wiederfindet, und so die Orientierung erleichtern soll. Die Standortnummern sind um den kompletten See verteilt – jede Seekarte und jede Sitzbank bzw. Sitzgruppe erhält eine feste Standortnummer. Die Positionen der Standortnummern sind bayernweit in einer Seekarte bei den Integrierten Leitstellen hinterlegt. Im Falle eines Notrufs kann die Standortnummer (auf Nachfrage der Leitstelle) angegeben werden. Dieses System soll eine schnellere und genauere Standortbestimmung ermöglichen.

Seeordnung

Als Grundlage für viele Maßnahmen und als Regelwerk für ein reibungsloses Miteinander vieler Besucher und Gäste des Sees mit unterschiedlichsten Zielen und Betätigungen dient die sogenannte Seeordnung (Satzung für die Benutzung der öffentlichen Einrichtungen am Steinberger See). Hier ist unter anderem definiert, was am Steinberger See erlaubt ist und was nicht (z. B. ist es am Steinberger See verboten, außerhalb von ausgewiesenen Flächen zu grillen oder Lagerfeuer zu schüren). Die neue Seeordnung tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft und ist in Kürze hier vollständig einsehbar.

Das Bild zeigt v.l.: Gabriele Wiendl (Ordnungsamt), Ruppert Binner (Leiter Bauhof Steinberg am See), Bauamtsleiter Uwe Knutzen, Bürgermeister Harald Bemmerl, Hauptamtsleiter Reinhard Schuß und Gerhard Richter (Polizei Schwandorf) erläuterten bei einem Pressetermin die umfassenden Veränderungen am Steinbeger See (Foto: Michael Weiß).

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